Einladung zum LAV-Fachtag 2026

Afrika zwischen Selbstbestimmung und globalem Wandel – Neue Wege für Entwicklung, Partnerschaft und nachhaltige Zukunftsperspektiven

Am: Samstag, den 24. Oktober 2026, 10:00 – 16:00 Uhr

Die Veranstaltung wird hybrid stattfinden und ist kostenlos.

Vor Ort in Berlin (Ort wird noch bekannt gegeben) oder online per Videokonferenz

mit Deutsch/Französischer Simultanübersetzung

Anmeldung/Registration: gs@lav-berlin.de

Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie vor Ort oder online teilnehmen möchten und ob Sie eine deutsch-französische Simultanübersetzung benötigen.

Leitgedanke

Der diesjährige Fachtag knüpft unmittelbar an die Diskussionen des LAV-Fachtags 2025 zur Dekolonisierung afrikanischer Finanzsysteme an. Im vergangenen Jahr standen die historischen und gegenwärtigen Strukturen wirtschaftlicher Abhängigkeiten sowie Perspektiven für eine größere finanz- und wirtschaftspolitische Souveränität afrikanischer Staaten im Mittelpunkt.

Daran anknüpfend möchten wir in diesem Jahr den Blick weiten und der Frage nachgehen, wie politische und wirtschaftliche Selbstbestimmung durch regionale Integration, panafrikanische Zusammenarbeit und neue internationale Partnerschaften gestärkt werden kann.

Afrika befindet sich in einer Phase tiefgreifender politischer, wirtschaftlicher und geopolitischer Veränderungen. Regionale Integrationsprozesse, panafrikanische Initiativen und neue Formen internationaler Zusammenarbeit eröffnen Chancen für mehr Selbstbestimmung und gemeinsame Gestaltungskraft. Zugleich stellen Konflikte, globale Machtverschiebungen, wirtschaftliche Abhängigkeiten und neue geopolitische Interessen afrikanische Staaten und Gesellschaften vor erhebliche Herausforderungen.

Programm

10:00 Begrüßung durch Vertreter:innen des LAV e. V.

10:10 – 13:10 Impulsreferate und Diskussion

I. Politische und wirtschaftliche Souveränität Afrikas im Kontext globaler Machtverschiebungen (Ingo J. F. Badoreck, Referent für Wirtschaft, Rechtsstaat und Sicherheit Ost-/Zentralafrika bei der Konrad-Adenauer-Stiftung)

II. Regionale Integration in Afrika: Stand und Perspektiven der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (AfCFTA) sowie weiterer panafrikanischer Kooperationsprozesse (Awet Tesfaiesus, MdB – angefragt)

III. Frieden, Sicherheit und regionale Zusammenarbeit: Afrikanische Lösungsansätze für afrikanische Konflikte (Univ.-Prof. Dr. Anja Osei, Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politik und Gesellschaft in Afrika am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin)

IV. Neue Partnerschaften zwischen Afrika, Deutschland und der Europäischen Union: Chancen für eine nachhaltige und gleichberechtigte Zusammenarbeit (Ellen Wiesbrock, Wissenschaftliche Referentin Ostafrika, Ghana und Nigeria).

Auf die jeweiligen Impulsreferate von ca. 20 Minuten folgt eine moderierte Fragerunde mit dem Plenum).

13:10 – 14:00 Mittagspause mit afrikanischem Buffet

14:00 – 16:00 Podiumsdiskussion: Afrika zwischen Selbstbestimmung und globalem Wandel – Perspektiven für regionale Integration und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Referent:innen und weiteren Gästen sowie anschließender offener Plenumsdiskussion

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stehen unter anderem folgende Fragen:

Wie kann die politische und wirtschaftliche Souveränität afrikanischer Staaten langfristig gestärkt werden? Welche Möglichkeiten bieten regionale Integrationsprozesse und panafrikanische Initiativen, um wirtschaftliche Entwicklung, Frieden und Stabilität zu fördern? Welche Rolle können die AfCFTA und weitere Formen regionaler Zusammenarbeit dabei spielen?

Welche neuen Chancen und Herausforderungen entstehen durch die gegenwärtigen globalen Machtverschiebungen? Wie können afrikanische Staaten ihre internationalen Beziehungen diversifizieren, ohne neue Formen wirtschaftlicher oder politischer Abhängigkeit entstehen zu lassen?

Was bedeutet eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Afrika, Deutschland und der Europäischen Union konkret? Wie muss Entwicklungszusammenarbeit gestaltet sein, damit sie stärker auf Gleichberechtigung, gegenseitigen Respekt und gemeinsame Verantwortung ausgerichtet ist?

Welche Rolle spielen dabei junge Menschen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und die afrikanische Diaspora in Deutschland? Und wie können erfolgreiche afrikanische Initiativen und Lösungsansätze stärker sichtbar gemacht und international unterstützt werden?

Schließlich möchten wir diskutieren, welche gemeinsamen Wege eingeschlagen werden können, um die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 voranzubringen und langfristig tragfähige Perspektiven für eine nachhaltige und selbstbestimmte Entwicklung afrikanischer Gesellschaften zu schaffen.

Wir freuen uns, diese Fragen mit Ihnen gemeinsam zu diskutieren.

Das Team des LAV e. V. in Kooperation mit NARUD e. V.